53 Results for : nickte

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    Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor. Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. "Der Bergpfarrer" wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie "Irrlicht" und "Gaslicht" erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz. Sepp Reisinger schaute missmutig zum Himmel hinauf. seit Tagen, und das schlechte Wetter verhagelte dem Inhaber des Hotels »Zum Löwen«, in St. Johann, das Geschäft. Nicht nur, dass die Tagesgäste ausblieben, auch der Umsatz im Biergarten war gleich Null. Bei diesem Regen setzte sich schließlich kein Mensch ins Freie. Aber was noch schlimmer war - am Wochenende sollte die Wahl der Trachtenkönigin stattfinden. Ein Ereignis, auf das sich nicht nur die Wachnertaler freuten, von überall her wurden Gäste erwartet. Allerdings - wenn sich das Wetter bis dahin nicht änderte, würde das Fest buchstäblich ins Wasser fallen. Ein Wagen kam um die Ecke gefahren und hielt vor dem Hotel. Ein Auto mit Münchener Kennzeichen. In Erwartung eines Gastes, rieb Sepp sich schon mal die Hände. Der Fahrer hatte die Seitenscheibe hinuntergelassen, und der Hotelier trat an das Auto. Ein junger Mann saß hinter dem Lenkrad. »Grüß Gott«, sagte Sepp Reisinger eifrig, »Sie suchen bestimmt ein Zimmer, was?« »Stimmt«, nickte der Autofahrer. Das Herz des wackeren Gastwirts schlug zwei Takte schneller. »Allerdings net im Hotel«
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    Nur für eine Woche, denkt die junge Fotografin Liane Eichhöfer, muss sie sich von ihrer kleinen Tochter Kira trennen, dann ist sie zurück von einer Geschäftsreise nach Österreich. Doch es kommt alles ganz anders! Liane wird in einen schweren Unfall verwickelt. Daheim wundert sich Lianes Freundin Ellen, dass sie sich nicht meldet. Und weil sie selbst wieder arbeiten muss, kommt Kira nach Sophienlust. Doch das Mädchen will sich einfach nicht mit der Wahrheit abfinden, dass ihre Mutter tot sei ... "Hast du auch nicht vergessen, die Knabberstangen für Rosi und Robbi einzupacken?", fragte Liane Eichhöfer und schaute ihre Tochter Kira lächelnd an. "Mutti! Natürlich habe ich das nicht vergessen. Hier, der Beutel ist ganz voll mit all den Sachen, die Rosi und Robbi brauchen." Kira hielt demonstrativ einen Leinenbeutel hoch, der prall gefüllt war. Liane nickte zufrieden. Im Grunde genommen wusste sie genau, dass sie ihre Frage gar nicht hätte stellen müssen. Die beiden Kanarienvögel Rosi und Robbi waren ihrer neunjährigen Tochter sehr wichtig. Vor vier Jahren war bei Lianes Mann Robert ein Gehirntumor festgestellt worden, der nicht operabel gewesen war und an dem er schon zwei Monate später gestorben war. Kira, die seinerzeit gerade fünf Jahre alt gewesen war, konnte die Endgültigkeit des Todes zwar noch nicht so recht begreifen, litt aber doch sehr darunter, dass ihr Vati plötzlich nicht mehr da war. Um das kleine Mädchen ein wenig abzulenken, hatte Liane ein Pärchen Kanarienvögel gekauft. Kira hatte ihr Herz sofort an die beiden Vögel gehängt und sich für die Tierchen verantwortlich gefühlt. Daran hatte sich bis heute nichts geändert. Jetzt hatte sich ein kleines Problem ergeben: Liane arbeitete als selbständige Fotografin und hatte ein höchst interessantes Angebot bekommen. Sie sollte für einen Reiseveranstalter in Kärnten in Österreich Luftaufnahmen von einer gerade erst erbauten Ferienanlage erstellen. Dieser Auftrag gefiel Liane und wurde außerdem auch noch gut honoriert. Aber sie konnte Kira nicht mitnehmen, weil die Kleine in die Schule gehen musste und dem Unterricht nicht einfach eine Woche lang fernbleiben konnte. Aber Liane hatte Glück. Schon seit vielen Jahren war sie mit der Gartenbauarchitektin Ellen Lennard befreundet, die ebenfalls, kaum dreißig Meter weit entfernt, in derselben Reihenhaussiedlung wohnte.
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    Packende Romane über das Leben im Wilden Westen, geschrieben von einem der besten Autoren dieses Genres. Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. Interessiert? Dann laden Sie sich noch heute seine neueste Story herunter und das Abenteuer kann beginnen. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Auto r wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie "U. S. Marines" und "Dominique", beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers. Western von G. F. Schlampiger Leichenbestatter von eigenen Gnaden, brummköpfiger Junggeselle mit Vorliebe für Zylinder, Schlitzohr vom Scheitel bis zur Sohle, ein undurchsichtiger Kauz in allen Lebenslagen, Weiberfeind und Weiberfreund. Da soll sich jemand auskennen. Und ausgerechnet diesem Typ heften die Bürger von Jerome eines Tages den Stern an die schwarze Joppe. Ob sie sich und ihrem kleinen Nest damit einen Gefallen getan haben, das weiß nur der liebe Himmel. Aber in Jerome steht Pokern hoch im Kurs. Ein Undertaker als Marshal - das schlägt dem Faß die Krone aus dem Gipfel. Jane, das Stubenmädchen von Price, sah aus, als hätte sie einen Geist gesehen. Mrs. Mabel Price blickte mit dem Ausdruck des Entsetzens auf die schmale Tür und hielt den Hals umklammert, als müßte sie einen Schrei unterdrücken. Von irgendwoher - schlecht bestimmbar wegen der Länge des oberen Flures im Hotel von Price - kam eine schrille Männerstimme. Sie überschlug sich beinahe, und Mrs. Price gab ein Röcheln von sich, das David Jericho Graves an das eines Sterbenden erinnerte. »Da - da, hören Sie es, Marshal?« David Jericho Graves, der Townmarshal, Undertaker, Sargmacher und Posaunenkünstler von Jerome in Arizona, hörte es. Der Mann mit der schrillen Stimme schien wirklich nahe daran zu sein, jemanden zu töten. »Er bringt sie alle um!« wimmerte Mabel Price, als Jericho nickte. »Um Gottes willen, Marshal, tun Sie etwas!
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    Die junge Anwältin Pina tut sich mit dem ebenfalls noch unerfahrenen Detektiv Felix Siebenschön zusammen, den sie zufällig kennenlernt. Bevor sie es richtig begreifen, haben sie drei Aufträge, von denen es jeder in sich hat. Am kompliziertesten scheint der von Filip Mazur zu sein, dem Mann, der einem Tankstellenräuber zum Verwechseln ähnlich sieht - und in den Antonia Laurins Praxispartnerin Maxi Böhler sich verliebt hat. Aber auch zwischen Pina und Felix knistert es, obwohl sie ja eigentlich nur zusammenarbeiten wollen. "Frau Mertens", sagte Antonia Laurin, als eine schmale Blondine ihr Sprechzimmer betrat. Nicole Mertens war Anfang vierzig, sah aber jünger aus. Normalerweise jedenfalls, nicht jedoch heute. Das lag an ihrem sorgenvollen Gesicht und den müden Augen, dachte Antonia. "Sie wollten mich sprechen? Wegen Mascha? " Antonia war Kinderärztin, sie betrieb die Praxis gemeinsam mit ihrer Kollegin Maxi Böhler. Nicole Mertens nickte. "Ja", antwortete sie mit leiser Stimme, "ich weiß mir keinen Rat mehr, Frau Doktor. Und Sie sind ja so gut mit ihr zurechtgekommen, deshalb habe ich auch um dieses Gespräch gebeten. Vielleicht können Sie uns einen Rat geben, meinem Mann und mir. Nicoles Tochter Mascha war nicht oft in der Praxis gewesen, aber bei jedem ihrer Besuche hatte sich Antonia lange mit ihr unterhalten. Das letzte Mal hatte sie Mascha vor etwa einem Monat gesehen, das Mal davor lag bestimmt schon ein halbes Jahr zurück. Vor einem Monat nun hatte Mascha ihr mitgeteilt, sobald sie ein Teenager geworden sei, werde sie zu einem 'richtigen' Arzt gehen. Antonia hatte ihr alles Gute gewünscht und angenommen, sie werde Mascha nicht wiedersehen. Sie erinnerte sich gut an dieses Gespräch, denn das Mädchen hatte in der Zeit zwischen den beiden letzten Besuchen einen unübersehbaren Sprung in der Entwicklung gemacht: Aus einem dünnen, wenn auch hübschen, aber dennoch insgesamt eher unscheinbaren Kind war eine selbstbewusste kleine Schönheit geworden. Mascha sah jetzt, wie viele Mädchen ihres Alters, eher aus wie siebzehn, und sie wusste, wie attraktiv sie war mit ihrem schlanken, trotzdem sehr weiblichen Körper und den langen hellblonden Haaren. Sie hatte ein Puppengesicht mit dunkelblauen Augen und Stupsnase, runden Wangen und einem hübsch geschwungenen Mund. Ganz bestimmt waren sämtliche Jungen, denen sie begegnete, sofort verliebt in sie. Antonia fiel jetzt auch wieder ein, wie überrascht sie gewesen war, als Mascha ihr Sprechzimmer betreten hatte.
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    "Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!" (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: "Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt." Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Der große Regen, der in den Frühjahrsmonaten die Gebirgstäler Colorados häufig heimsucht, hatte sich auch auf das Tal des Colorado-Flusses gesenkt. Die Luft war verschleiert und grau. Der Himmel war wolkenverhangen, so weit man blicken konnte. Auf der Straße, die von Bowie nach Südwesten führte, ritten zwei Männer. Der Regen hatte ihre weiten Umhänge schon so durchnässt, dass sie glänzten. Von ihren Hüten fielen in gewissen Abständen immer wieder kleine Sturzbäche seitlich am Körper der Pferde vorbei. »Verfluchtes Sauwetter«, knirschte der eine, und der andere nickte stumm. Da, wo heute die kleine Stadt Austin steht, stand damals nur eine verlassene Pferdewechselstation, die sicherlich schon über ein Jahrzehnt nicht mehr gebraucht wurde. Sie war nicht in der Größe der üblichen Stationen errichtet worden, sondern bestand praktisch nur aus einem kleinen Schuppen, vier Yards lang, drei Yards breit, dessen vordere Wand schon eingefallen war und dessen Dach auch nur noch der Glaube hielt. Als die beiden die alte Station erreicht hatten, hielten sie ihre Pferde an und starrten mit wütenden Blicken auf die beiden Männer, die da mit ihren Pferden vor dem Regenguss Unterschlupf gesucht hatten. »Das fehlt uns noch, lass dir was einfallen, Bud.« Bud, der offensichtlich den Hauptteil des Gesprächs durch Nicken bestritt, bequemte sich jetzt zu einer Gegenrede: »Vielleicht machst du einen Vorschlag, Jerry.« Jerry Horker war ein lang aufgeschossener hagerer, knochiger, aber dennoch muskulöser Mensch Ende Zwanzig. Er hatte ein Gesicht, das so aussah, als wäre es von zwei gewaltigen Zangen in die Länge gezogen worden. Die Augen standen zu nah bei der Nasenwurzel, und der Mund klebte dicht unter dem Nasenende. Dafür war das starke Kinn wieder sehr weit nach unten gezogen. Er trug einen grauen regennassen Hut, graues Tuchzeug, ein gelbes Halstuch, und im Übrigen war nur der weite grauschwarze Wetterumhang zu sehen. Bud Chattaway besaß eine gedrungene, sehr kräftige Figur, und einen vierkantigen Schädel, der halslos auf seinem Rumpf zu sitzen schien. Er trug einen braunen Schlapphut, dessen Krempe traurig nach allen Seiten herunterhing, und im Übrigen war von seiner Kleidung nur ein hohes Stulpstiefelpaar zu sehen, da der Regenumhang alles verdeckte.
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    "Der Betrieb da droben", sagte Mr. Tom Smallways, "geht immerzu weiter. Sollt's nicht glauben, daß er überhaupt noch weitergehen könnte!" sagte Mr. Tom Smallways. Es war lang vor Beginn des Luftkriegs, daß Mr. Smallways diese Bemerkung machte. Er saß auf dem Zaun am Ende seines Gartens und betrachtete die großen Gaswerke von Bun Hill mit Augen, in denen sich weder Beifall noch Tadel spiegelte. Über den zusammengedrängten Gasometern erschienen drei fremdartige Gebilde, dünne, schwerfällig schaukelnde Blasen, die schlapp hin und her schwankten und größer und größer wurden - Ballons, die eben für den Samstag-Nachmittagsaufstieg des südenglischen Aeroklubs gefüllt wurden. "Jeden Samstag steigen sie", sagte sein Nachbar, Mr. Stringer, der Milchmann. "'s ist kaum ein paar Tage her, da war ganz London auf den Beinen, um 'nen Ballon steigen zu sehen. Und heut hat jedes elende Nest im Land seine Wochenausflüge - will sagen: -aufflüge! Reinewegs 'ne Rettung für die Gasgesellschaften!" "Letzten Samstag hab' ich drei Fuhren Kies von meinen Kartoffeln weggekarrt", sagte Mr. Tom Smallways. "Drei Fuhren, die die da droben runtergeschmissen haben - als Ballast! Die Hälfte von den Pflanzen war kaputt und die andere Hälfte verschüttet." "Damen steigen auch mit auf, sagen sie." "Heißen's ja wohl Damen!" meinte Mr. Tom Smallways. "Na - mein Begriff von Damen ist das nicht - in der Luft rumfliegen und den Leuten Kies auf die Köpfe schmeißen! Ich jedenfalls bin nicht gewöhnt, so was Damen zu nennen - so oder so!" Mr. Stringer nickte beifällig mit dem Kopf, und eine Weile noch schauten sie nach den schwellenden Klumpen mit einem Ausdruck, der sich aus Gleichgültigkeit in Mißbilligung verwandelt hatte. Mr. Tom Smallways war Grünkramhändler von Beruf und aus Liebhaberei Gärtner. Jessika, seine kleine Frau, besorgte den Laden; und der Himmel hatte ihn für eine friedvolle Welt, leider aber keine friedvolle Welt für ihn erschaffen. Er lebte in einer Welt voll eigensinnigen und unaufhörlichen Wechsels und noch dazu in einem Teil derselben, wo die Wirkungen dieses Wechsels schonungslos aufdringlich waren. Sein eigener Grund und Boden, den er bebaute, war voller Unbestand; sogar seinen Garten hatte er nur in Jahrespacht - ein Riesenplakat, das ihn nicht etwa als Garten, sondern als günstigen Bauplatz anpries, überschattete ihn. Er war Gartenbauer auf Kündigung - das letzte Stückchen Erdreich in einem von lauter neuen, städtischen Gegenständen überfluteten Distrikt. Er tröstete sich ...
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    Viola Maybach¿s Topseller. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer großen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt "Das Tagebuch der Christina von Rothenfels", "Rosenweg Nr. 5", "Das Ärztehaus" und eine feuilletonistische Biografie. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Baron Friedrich stand am Sonntagmorgen noch vor seiner Frau auf. Er war die halbe Nacht wach gewesen nach Nadias überstürztem Rückzug am vergangenen Abend, der ihnen allen das Essen mit Konstantin von Haalen so gründlich verdorben hatte. Im Laufe der vielen schlaflosen Stunden war er zu dem Ergebnis gelangt, dass es an der Zeit war, von Nadia etwas energischer eine Antwort auf die Frage zu verlangen, welches Problem ihr zu schaffen machte. Sie waren sehr geduldig mit ihr umgegangen, hatten sie nicht gedrängt, sich ihnen anzuvertrauen, aber nun war es genug. Nadias Problem war längst auch ihrer aller Problem geworden, wenn es nicht einmal mehr möglich war, einen entspannten, fröhlichen Abend in angenehmer Gesellschaft zu verbringen. In der Eingangshalle traf er auf Eberhard Hagedorn, der natürlich längst auf den Beinen war und ihn fragte, ob er ihm vorab einen Kaffee servieren dürfe. »Oder möchten Sie ohne die Frau Baronin anfangen zu frühstücken, Herr Baron?« »Nein, auf keinen Fall, aber ein Kaffee wäre nicht schlecht. Ich habe nicht viel Schlaf bekommen in der vergangenen Nacht.« Eberhard Hagedorn nickte nur. Er brauchte keine weitere Erklärung, bei ihm war es schließlich genau so. »Dann hole ich jetzt den Kaffee«, sagte er und setzte nach kurzer Pause hinzu: »Im Salon liegt ein Brief für Sie, Herr Baron, haben Sie den schon bemerkt?« Friedrich sah ihn überrascht an. »Was für ein Brief?« »Er ist von Frau von Burghausen.« Friedrich eilte also in den Salon, wo er den Umschlag sofort auf dem Tisch liegen sah. Er ahnte bereits, was er gleich zu lesen bekommen würde. Ungeduldig riss er den Umschlag auf. Das Wort 'Brief' war angesichts der wenigen Zeilen, die Nadia offenbar in so großer Hast hingekritzelt hatte, dass ihre Schrift kaum zu entziffern war, nicht ganz zutreffend.
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    Dr. Tobias Ladwig kehrt nach München zurück. Zutiefst enttäuscht verließ er vor einem Jahrzehnt die Stadt. Damals hatte er sein Herz an Anna Wendel, die Tochter einer angesehenen Bankiersfamilie, verloren. Allerdings passte er als mittelloser Medizinstudent und Sohn einer alleinerziehenden Verkäuferin damals nicht in Annas Familie. Ihre Eltern, Ira und Hajo Wendel, hatten nie ein Hehl daraus gemacht, dass sie die Verbindung ihrer Tochter mit dem Studenten ablehnten. Sie favorisierten Karl Rehmer, den Sohn ihrer Freunde, als zukünftigen Schwiegersohn. Deshalb setzten sie alles daran, Anna und Tobias auseinanderzubringen. Ihren Intrigen war es schließlich zu verdanken, dass sich die Liebenden trennten und Tobias sein Glück in der Ferne suchte. Die Sehnsucht nach der alten Heimat und der Wunsch, in der Nähe seiner Mutter zu sein, führen Tobias jetzt zurück nach München. Daniel Norden freut sich, dass er den kompetenten Kinderarzt für seine Klinik gewinnen kann, und auch Fee heißt ihn in ihrem Team herzlich willkommen. Aber auch die Vergangenheit sucht Tobias heim. Seinen wahren Gefühlen kann er nicht entfliehen. "Liebling, glaub mir, es gibt überhaupt keinen Grund, nervös zu sein." Daniel Norden nickte seiner Frau aufmunternd zu, als er mit ihr die Bank betrat. Das Bankhaus Wendel gehörte zu den ältesten Privatbanken Münchens. Die große Säulenhalle mit den klassischen Bankschaltern aus edlem Rosenholz und goldglänzenden Messingbeschlägen versprühte den liebenswerten Charme des neunzehnten Jahrhunderts, während die neuzeitlichen Bankautomaten und Computermonitore ein Tribut an den modernen Fortschritt waren und seltsam fehl am Platz wirkten. Seit seiner Gründung wurde das Haus von der Bankiersfamilie Wendel geführt. Derzeit hielten Ira und Hajo Wendel das Zepter fest in ihren Händen. In ihrer Verantwortung lagen sämtliche Vermögens- und Kreditgeschäfte, indessen sich ihre Tochter Anna um die bankeigene Stiftung kümmerte. Die August-Wendel-Stiftung, die Annas Urgroßvater noch zu seinen Lebzeiten gegründet hatte, engagierte sich für soziale Projekte in der Region, und Anna Wendel war diejenige, die entschied, wohin die Stiftungsgelder flossen. "Ich weiß, dass ich eigentlich ganz entspannt sein müsste", sagte Fee leise zu Daniel, als sie gemeinsam die Halle durchquerten. "Schließlich haben wir alle Genehmigungen in der Tasche und in kürzester Zeit eine Kreditzusage bekommen. Bis jetzt lief alles sehr gut. Beinahe zu gut. Vielleicht habe ich deshalb diese unbestimmte Angst, dass wir an unserer letzten kleinen Hürde scheitern könnten." Fee sah Daniel nachdrücklich an. "Dan, was machen wir bloß, wenn wir kein Geld von der Stiftung bekommen?" "Dann werden wir nach einer anderen Lösung suchen", erwiderte Daniel ruhig. "So machen wir das doch immer. Wir schaffen das schon, Feelein.
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    Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Diesen Titel gibt es nur als E-Book. Lady Agatha erregte einiges Aufsehen. Sie beherrschte eindeutig die Tanzfläche des Casinos und tanzte einen Tango. Sie hielt sich dabei allerdings kaum an die internationalen Regeln und entwickelte Figuren, die sich durch Phantasie, Eigenwilligkeit und Energie auszeichneten. Die ältere Dame beherrschte eindeutig ihren wesentlich schmaleren Partner und verwickelte ihn in einen Clinch, der nach einem harten Zweikampf aussah. Ruckartig riß sie ihren Partner an sich und ließ seinen erhitzten Kopf zwischen ihrem wogenden Busen verschwinden. Dann drückte sie ihn wie angewidert von sich, ließ ihn herumwirbeln und versäumte es nicht, ihm dabei gehörig auf die Füße zu treten. Sie brachte den Verzweifelten in die Schräglage, ließ ihn fast aufs Parkett fallen, zerrte ihn wieder hoch und animierte ihn zu einem leichten Höhenflug, den sie natürlich abrupt beendete. Sie zelebrierte mit ihm Passagen, schien ihm die Freiheit schenken zu wollen, fing ihn wieder ein und nickte zustimmend, als ihr Partner verschiedene Male jaulte. Sie hielt dies für Temperamentsausbrüche und übersah, daß dieser Mann nur seinem Schmerz Ausdruck verlieh. Josuah Parkersaß am Rand der Tanzfläche an einem Tisch und nahm dies alles mit erstaunlicher Würde und Gelassenheit zur Kenntnis. Ein hochherrschaftlicher Butler wie er beherrschte die Gesichtsmuskeln. Parker bedauerte jedoch insgeheim den Tanzpartner seiner Herrin, der sich in einem Anfall von Leichtsinn und Selbstüberschätzung Mylady genähert und um diesen Tanz gebeten hatte. Dieser Mann wußte inzwischen längst, auf was er sich da eingelassen hatte. Seine Kondition ließ nach. Die Beine schienen nur noch aus weichem Gummi zu bestehen. Sie schleiften unter seinem schmalen Körper her und reagierten kaum auf die, kräftigen Fußtritte der Tänzerin, die es in Größe und Umfang mit einer Bühnen-Heroine aufnahm. Das Publikum im mondänen Casino hatte aus Gründen der eigenen Sicherheit längst die Tanzfläche geräumt, einen weiten Kreis gebildet und applaudierte frenetisch, wenn Mylady wieder mal eine kunstvolle Figur gelang. Es gab, was die an sich rassige Musik betraf, hin und wieder einige leicht verunglückte Töne, doch die hingen eindeutig mit Musikern zusammen, deren Gesichtsmuskeln vor unterdrücktem Lachen entgleisten. Agatha Simpson übersah und überhörte alles, war in ihrem Element und zeigte das Temperament einer jungen Dame, obwohl sie doch mit Sicherheit das sechzigste Lebensjahr überschritten hatte. Sie kümmerte sich nicht weiter um ihren Partner, als die Musik endete, entließ ihn jäh und schritt energisch zum Tisch zurück.
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    Der Kuckuck machte das kleine Uhrentürchen auf und schaute ins Zimmer. Als er sah, daß sich das kleine Mädchen in dem Kinderbett unruhig hin und herwarf, ließ er sechsmal sein lautes "Kuckuck" hören. Er nickte dazu mit dem Kopfe und verschwand wieder in der Uhr. Rosemarie, die kleine Schläferin, öffnete während des Rufes ihre Augen. Sie hatte in dieser Nacht keinen ruhigen Schlaf gehabt. Mehrfach war sie munter geworden, mehrfach hatte sie leise gerufen. Da aber keine Antwort aus dem Nebenzimmer kam und es noch dunkel war, legte sich das Kind seufzend auf die andere Seite und versuchte, wieder einzuschlafen. Es dauerte doch gar zu lange, bis endlich der ersehnte Geburtstag da war. Aber jetzt war es draußen hell, jetzt war es so weit, der Freudentag war gekommen. Die Eltern würden gewiß nicht böse sein, wenn ihr Heidekind aus dem Bettchen stieg und zu ihnen ging, um ihnen zu sagen, daß endlich der Geburtstag gekommen sei. Noch ein Weilchen lauschte die Kleine. Im Nebenzimmer war alles ruhig. Trotzdem kletterte sie, leise vor sich hinlachend, aus dem Bett und ging barfuß zur Tür. Dann steckte sie den Kopf ins Zimmer und schrie plötzlich aus Leibeskräften: "Kuckuck, Kuckuck - mein Geburtstag ist da!" Der Kunstmaler Deste erwachte von dem Ruf, und auch seine Frau fuhr empor. "Was ist denn los? - Aber Rosemarie!" "Mein Geburtstag ist heute! - Der Kuckuck hat es schon zweiundzwanzigmal gerufen! Oh, Dirli-Mutti, jetzt komme ich zu euch ins Bett, weil ich doch heute Geburtstag habe. - So lange habe ich darauf gewartet. So - da bin ich!" Rosemarie kletterte über die Mutter hinweg, machte sich zwischen den Eltern Platz und schaute sie überglücklich an. "So - nun kann die Sache losgehen! - Oh, ist das schön! - Ich bin bei meiner Mutti, die mich wärmt und die mir Milch und Pudding kocht. Und jetzt ..." sie warf sich lachend zum Vater hinüber, "bin ich bei meinem richtigen Heidevater, der mich als das Heidekind gemalt hat, und der mir heute zu meinem Geburtstag schöne Sachen schenkt. Und jetzt" - hupp, lag sie schon wieder neben der Mutter - "bin ich wieder bei Dirli-Mutti - und jetzt beim Vater - jetzt wieder bei der Mutti ..." "Halte endlich Ruhe", lachte der Vater und hielt das lebhafte Kind fest. "Du zerdrückst uns ja!" "Was mache ich? - Vater, ich bin das Geburtstagskind, und wenn man ein Geburtstagskind ist, darf man sich hin und herrumpeln." "Ich glaube, du hast nun genug gerumpelt, sonst zerbricht das Bett, und wir fallen alle Drei auf die Erde." "Oh, wäre ...
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