46 Results for : zuspitzung

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    1947 legt Hans Blumenberg aus Bargteheide in Holstein an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel seine unter schwierigsten persönlichen Umständen entstandene Dissertation Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie vor. Hinter diesem Titel verbirgt sich eine mit ständigem Bezug auf die Philosophie Heideggers und seine »Fundamentalontologie« geführte Auseinandersetzung mit dem Denken des christlichen Mittelalters, in dem die Frage nach dem Grund des Seins eine so krisenhafte wie produktive Zuspitzung erfahren hatte. Die Dissertation wird von den Gutachtern Ludwig Landgrebe und Rudolf Schneider mit »ausgezeichnet« bewertet, aber sämtliche Bemühungen, zeitnah einen Verlag für die Arbeit zu finden, scheitern. Blumenbergs brillantes Erstlingswerk blieb mehr als 70 Jahre ungedruckt. Nun wird es erstmals publiziert in einer leserorientierten Edition, die unter anderem Übersetzungen der zahlreichen altsprachlichen Zitate wie auchein »Verzeichnis der Referenzliteratur« bietet, das die Lücke des im Original fehlenden Literaturverzeichnisses schließt und dieses darüber hinaus durch heute zugängliche Ausgaben ergänzt. In ihrem Nachwort beleuchten die Herausgeber den Entstehungskontext dieses Werks, das überraschende Perspektiven auf Blumenbergs Biographie und Denkentwicklung eröffnet.
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    Examensarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Jura - Strafprozessrecht, Kriminologie, Strafvollzug, Note: 9,5, Universität Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] In Politik und Medien ist Kriminalität junger Menschen nach wie vor ein hochaktuelles Thema. Gerade nach einem spektakulären Fall wie z.B. dem Amoklauf in Winnenden kommt es zu einer Zuspitzung der Diskussion über die Kriminalitätsentwicklung bei jungen Menschen und einem lauter werdenden Ruf nach Härte. Reißerische Überschriften wie "Die Brutalität der Kids nimmt zu" oder "Immer mehr, immer jünger und immer brutaler" stellen auch jüngere Kinder in den Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund wird verschiedentlich gefordert, dass die Grenze der relativen Strafunmündigkeit von derzeit 14 auf 12 Jahre abgesenkt werden soll. Dieser Forderung schließen sich nicht nur Stimmen aus der Rechtswissenschaft an, sondern auch Politiker wie Altkanzler Gerhard Schröder, der zum Zeitpunkt der Äußerung noch niedersächsischer Ministerpräsident war, und Hessens Ministerpräsident Roland Koch. Koch hatte nach dem Vorfall in einem U-Bahnhof in München, bei dem ein Rentner von zwei Jugendlichen brutal zusammengeschlagen wurde, eine Anwendung von Jugendstrafrecht bei unter 14-Jährigen gefordert. [..]
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    Ein historisches Dokument von besonderer Bedeutung ist das große Photo-Portrait von Berlin, das der schwedische Photograph Bernard Larsson (geb. 1939) im Zeitraum von 1961 bis 1964 erstellte, in den ersten vier Jahren nach dem Bau der Mauer, die die Stadt in zwei Teile teilte. Sein schwedischer Pass erlaubte es ihm, sowohl im Osten als auch im Westen der Stadt zu photographieren und die Lebensumstände der Bürger ganz Berlins zu dokumentieren. "Völker der Welt, schaut auf diese Stadt!" waren die berühmten Worte des Regierenden Bürgermeisters von Westberlin, Ernst Reuter, als die Sowjetunion 1948 mit einer Versorgungsblockade den ersten Versuch machte, Westberlin zur Aufgabe zu zwingen. Die Völker der Welt schauten dann 1989 wieder gebannt auf die Stadt, als die Mauer nach 28 Jahren schließlich fiel. Es bleibt Bernard Larssons Verdienst, die Konfrontation der Blöcke im Moment ihrer schärfsten Zuspitzung für die Menschen in Ost und West für immer festgehalten zu haben. Larsson erlangte später weiteren Ruhm, als er die Westberliner Studentenrevolte der Jahre 1967/68 photographierte. Das berühmte Bild des erschossenen Benno Ohnesorg stammt ebenfalls von ihm. Mit diesem Berlin-Portrait, das die Stadt in einer besonderen Situation zeigt, schließen wir unsere Berlin-Trilogie zunächst ab.
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    Warum funktionieren Kommunikationsrezepte nie? Was bedeutet Schweigen? Mit wie vielen Ohren hören wir zu? Warum sind Missverständnisse normal? Wie übt man Kritik, ohne den anderen zu verletzen? Ist das Miteinander-Reden eine Lebenskunst?Dies ist ein Buch über die großen und kleinen Fragen der Kommunikation, ein Dialog zwischen dem Psychologen Friedemann Schulz von Thun und dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen.Gleichermaßen humorvoll und ernst, mit Lust an der Debatte und der erhellenden Zuspitzung entfalten die Autoren die zentralen Modelle der Kommunikationspsychologie (das Kommunikations- und Wertequadrat, die Metapher vom Teufelskreis und das Bild vom inneren Team, das Situationsmodell und das Ideal der Stimmigkeit) und zeigen, wie sich humanistische Psychologie und systemisches Denken, die Betrachtung innerer und äußerer Kräftefelder produktiv verbinden lassen. Überdies wird deutlich, wie sich die verschiedenen Modelle und Perspektiven in der Praxis (Coaching, Pädagogik, interkulturelle Kommunikation) bewähren.Den Schluss des Buches bildet ein Gespräch über das Glück und den Tod und die Frage, was Kommunikation im Angesicht der eigenen Endlichkeit zu leisten vermag. Offenbar wird so das Panorama eines Denkens, das keine Fertig-Rezepte der besseren Lebensführung bietet, wohl aber Reflexionswerkzeuge und gedankliche Geländer für individuell stimmige Lösungen.
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    Zeitdiagnosen werden heute von Krisenbewusstsein, Pessimismus und apokalyptischen Untergangsszenarien beherrscht - und das in fast allen politischen Lagern.In der Tat befinden wir uns in einer außergewöhnlichen geschichtlichen Situation. Wir sind mit mehreren Umbrüchen und mehrdimensionalen Krisenprozessen gleichzeitig konfrontiert, die sich ständig entwickeln, aber als Momente der kapitalistischen Entwicklung miteinander verbunden sind. Sie verdichten sich mehr und mehr zu einer großen Zivilisationskrise.Zu deren Bestandteilen gehören zuallererst die Klimakatastrophe und andere Umweltkrisen, ein neuer Kalter Krieg, der sich vor unseren Augen Tag für Tag verschärft, die Zerrüttung politischer Systeme in vielen Ländern, die Zuspitzung der sozialen Polarisierung weltweit und zunehmendes Erstarken autoritärer und rechter Kräfte. Corona ist nur das jüngste Beispiel dafür.Die Pandemie vertieft und beschleunigt die schon vorher wirkenden Krisen. All das spielt sich vor dem Hintergrund der Digitalisierung und anderer technologischer Umbrüche ab, die Wirtschaft, Gesellschaft und Alltag der Menschen dramatisch umwälzen. Viele ihrer Konsequenzen sind heute noch nicht abzusehen.Wie kann man angesichts dieser Problemflut klaren Kopf bewahren? Was tun, um nicht in Panik, lähmenden Zynismus oder Resignation zu verfallen? Welche Anforderungen stellt dies alles an emanzipatorische Politik?Auf diese Fragen suchen die Autorinnen und Autoren dieses Buches, die allesamt im Wissenschaftichen Beirat von Attac arbeiten, Analysen und Antworten zu geben.
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    Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Soziologie - Methodologie und Methoden, Note: 1,0, Fachhochschule Münster (Fachbereich Sozialwesen), Veranstaltung: BERATUNG, MEDIATION, COACHING (Ethik und Recht), Sprache: Deutsch, Abstract: Dort, wo überkommene Lebensweisen und Institutionen ihre selbstverständliche Geltung verlieren, findet sich die Ethik und sucht allgemeingültige Aussagen über das Gute und gerechtes Handeln. In Dilemmata und Konflikten wird das, was sonst wie selbstverständlich gilt, in besonderer Weise herausgefordert und geprüft: Ethik und Grenzen eines Menschen zeigen sich im Konflikt. Umgekehrt ist jede ethische Fehlform immer auch konfliktträchtig. Das klassische Mittel der Wahl zur kompetenten Konfliktbearbeitung und -lösung ist die Mediation. Am Anfang dieser Untersuchung steht daher die Frage "Was ist das Gute an Mediation...?" Was macht die Praxis der Mediation ethisch wert- und gehaltvoll, worin zeigt sich das Gute dort konkret? Der Haltung des Mediators wird in der Mediation eine zentrale Bedeutung zugesprochen - teilweise sogar die Mediation zur Gänze als "Haltung" aufgefasst. Die Haltung des Mediators begleitet die Medianten durch den gesamten Prozess hindurch bis zur Lösung. Sie ist damit die "Mutter" aller wesentlichen Anknüpfungspunkte für das Gute und dessen Wirkrichtungen in der Mediation. Die eingangs formulierte Frage ist daher als Zuspitzung vertiefend und präzisierend zu ergänzen: "... und an welcher Haltung des Mediators zeigt es sich in Prozess und Ergebnis?"
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    Die Einsicht ist nicht neu: Der in der globalen kapitalistischen Wirtschaft strukturell verankerte Wachstumszwang zerstört unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Die Klimaerhitzung und der rasant fortschreitende Verlust der Biodiversität,das massive Artensterben, sind eine direkte Folge davon. In der Corona-Pandemie werden uns dieser Wachstumszwang, die Abhängigkeiten von globalen Lieferketten oder auch die sozialen Folgen eines ausbleibenden Wirtschaftswachstums in aller Deutlichkeit vor Augen geführt. Aber nicht nur das: Gleichzeitig hat sich auch gezeigt, dass es gerade in den reichen Gesellschaften des globalen Nordens Möglichkeiten gibt, die vermeintlich 'alternativlose Normalität' einer neoliberal geprägten und nicht nachhaltigen Lebensweise zu verändern. Der Flugverkehr kann eingeschränkt werden. Eine staatliche Wirtschaftsplanung ist möglich. Soziale Ausgleichsmechanismen können finanziert werden.Vor diesem aktuellen Hintergrund widmet sich das Denknetz-Jahrbuch 2021 dem Thema 'Postwachstumsgesellschaft'. Die wachstumskritische Debatte ist vielfältig und beginnt lange vor dem viel zitierten Bericht 'Grenzen des Wachstums' des Club of Rome aus dem Jahr 1972. An Fahrt gewonnen hat sie aber, parallel zur Zuspitzung der Klimakrise, in den letzten rund zehn Jahren. Durch die weltweite Klimabewegung erhielt sie einen zusätzlichen Schub. Im Jahrbuch soll, nach einer Einleitung in die wachstumskritische Debatte, eine Übersicht über die wichtigen Ansätze einer Postwachstumsperspektive gegeben werden. Wo stehen die Diskussionen und die darin involvierten Akteure heute, 2021? Auch: Was hat sich allenfalls durch die Corona-Krise verändert? Im zweiten Teil des Buches sollen dann ausgewählte konkrete Themen respektive Handlungsfelder einer über die gegenwärtige Wachstumsgesellschaft hinausreichenden sozial-ökologischen Transformationsstrategie im Vordergrund stehen, so wie Arbeit, Landwirtschaft, Mobilität oder Stadtentwicklung.
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    Damit hatte niemand gerechnet, jedenfalls nicht so schnell: Auf europäischen Straßen werden wieder Juden beleidigt, angegriffen oder sogar getötet. Auch in Deutschland häufen sich seit Jahren die Negativerfahrungen. Hassmails, Beschimpfungen, Vandalismus und die Bedrohung jüdischer Kinder an öffentlichen Schulen verunsichern die jüdische Gemeinschaft, mit fatalen Folgen: Ein Teil der Menschen zieht sich ins Private zurück und möchte nicht mehr als jüdisch wahrgenommen werden. Andere denken sogar an Auswanderung. Das neue Unbehagen sitzt tief, auch wenn manche Politiker sich für solidarisch erklären. Was hat den Hass und die Abneigung gegenüber Juden in Deutschland so spürbar verstärkt? Zwölf Experten und Akteure gehen in diesem Band Ursachen für den Wiederanstieg des Antisemitismus nach. Sie scheuen sich nicht, kontroverse Themen aufzugreifen und antisemitische Potentiale zu benennen -egal ob in rechtsextremen, linksradikalen oder islamistischen Milieus, oder in von entsprechenden Weltanschauungen beeinflussten Personenkreisen, die weit in die Mitte der Gesellschaft reichen. Ein Buch mit erschreckenden Befunden, aber auch Beispielen resoluter zivilgesellschaftlicher Gegenwehr.---STIMMEN ZUM BUCH---"Dieses Sammelwerk beeindruckt durch Tiefgang und couragierte Auseinandersetzung mit einer Realität, die viele nicht wahrhaben wollen.Mancher Befund kann erschrecken, aber die Beispiele resoluter Gegenwehr könnten und sollen Behörden und Zivilgesellschaft zur Aktivität ermuntern." (Karl Pfeifer, Jüdische Rundschau Nr. 11, Nov. 2019)"Antisemitismus zu erkennen und zu benennen, wird nach Lektüre des vorliegenden Buches jedenfalls deutlicher, eindeutiger und auch schärfer ausfallen, als es derzeit der Fall ist. Insofern: Bei aller provokativen Zuspitzung ist es ein wichtiges Werk, dem ich breite Verbreitung wünsche." (Heiko Ehrhardt, Materialdienst - Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfragen - 83. Jg.)
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    Heute scheint auch der Weltoffene, wenn es um Fremde geht, nicht ohne ausdrückliche Betonung von deren Zugehörigkeit zu einer 'anderen Kultur' auszukommen. Mehr noch: Als Mensch mit Migrationshintergrund wird der Fremde seine Zugehörigkeit zu einer 'fremden Kultur' auch in den Folgegenerationen nicht los. Welches Konzept von Gesellschaft steckt hinter der Inflation des Begriffs 'Kultur' in der aktuellen Debatte ('fremde Kultur', 'unsere Kultur', 'Leitkultur', 'Multikulturalität' etc.)? Welche Art Unterschiede sollen 'kulturelle' Unterschiede denn sein? Gelten für Angehörige 'anderer Kulturen' andere Maßstäbe hinsichtlich Demokratie, Freiheit und Recht? Im untertitelgebenden Essay plädiert Sama Maani eindrücklich dafür, derartigen?'Kultur'zuschreibungen den Respekt zu verweigern. Aber auch in den anderen fünf Beiträgen ist der Autor, 'ein Iraner mit einem 'außereuropäischen Migrationshintergrund'' (Maani über Maani), mit (psycho-)analytisch geschultem Blick und treffenden Formulierungen um klärende Zuspitzung bemüht. So fragt er in Warum wir über den Islam nicht reden können, warum wir, wenn wir vorgeben, über den Islam zu reden, über alles mögliche andere (Terrorismus, Migration, 'Integration') reden, nur nicht über den Islam. Emma und die Revolutionen im Iran versucht den Charakter der iranischen?Revolutionen und ihre Reinszenierungen mit Hilfe von Sigmund Freuds und Walter Benjamins Theorien der Nachträglichkeit zu analysieren. Die Frage, warum manche dem Staat Israel eine besondere moralische Verantwortlichkeit zuschreiben, während ihn andere als 'Ursache allen Übels' ansehen, versucht der Autor in Warum uns Israel erregt zu beantworten. Als pointierte Verteidigung der Psychoanalyse erweist sich der Beitrag Warum uns Psychotherapie nicht weiterhilft. Schließlich stellt sich Maani im?Schlussessay Warum die Vergangenheit nicht vergeht die Frage, ob wir angesichts der 'Religionskriege' im Nahen Osten, angesichts der Wiederkehr des Nationalismus in?Europa Zeugen einer Umkehr des Zivilisationsprozesses sind, so wie sie beim Übergang von der Spätantike ins Frühmittelalter der Fall war.
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    Inhaltsangabe:Einleitung: Die Turbulenzen an den Kredit- und Finanzmärkten beeinflussen seit längerer Zeit unser gesellschaftliches Miteinander und sollen nach Äußerung des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück keine kurze Episode sein. Diese begannen im Frühsommer 2007 mit der Subprimekrise (im deutschsprachigen Raum auch USImmobilienkrise). Auslöser waren sog. Asset Backed Securities von US-Immobilienkrediten. In diesen strukturierten Produkten wurden zunächst Kredite gebündelt und verbrieft, anschließend teilweise zerlegt und in weiteren Verbriefung neu verpackt und bei Finanzinstituten platziert. Augenscheinlich ergibt sich durch diese Mehrfachverbriefung eine Intransparenz hinsichtlich der zugrunde liegenden Risiken. Dabei gerieten bonitätsschwache, zweifelhafte Schuldner, im Zuge eines ansteigenden Zinsniveaus und stetig sinkenden Immobilienpreisen, zunehmend in Zahlungsschwierigkeiten. Im September 2008 erfuhr die Krise eine signifikante Zuspitzung, als die bedeutende Investmentbank Lehman Brothers Inc. mit Sitz in New York Insolvenz anmeldete. Der amerikanische Staat verweigert damals eine Finanzhilfe und ein weltweiter Börsencrash entstand mit der Folge eines schwindenden Vertrauens in die Finanzmärkte und einer dramatischen Verschlechterung der Bonität zahlreicher Bankinstitute. Seit dieser Zeit hat eine ganze Reihe von Unternehmen aus der Finanzbranche enorme Verluste erlitten. Viele Anleger haben sich zu sehr auf die Einschätzungen von Rating-Agenturen gestützt, diese bewerteten die Risiken der verbrieften Papiere der Investmentbanken offensichtlich irrtümlich gering. Darüber hinaus ist auf den Weltmärkten eine zunehmende Verflechtung von Unternehmen zu beobachten. Nicht nur große Konzerne, sondern auch kleinere und mittelständische Unternehmen verlagern ihre Produktions- und Vertriebsstätten an kostengünstigere Standorte, gründen Tochtergesellschaften im In- und Ausland und erwerben Anteile an anderen rechtlich selbstständigen Gesellschaften. Dies lässt sich aus den Möglichkeiten des gemeinsamen europäischen Marktes beobachten, den Strategischen Allianzen, die mittelständische Unternehmen für eine weite Interessentenschicht als potenzielles Kaufobjekt interessant erscheinen lassen. Die Wertfindung von Unternehmensanteilen ¿ also nicht die eines gesamten Unternehmens ¿ erlangt daher immer mehr an Bedeutung. Für einen Anteilseigner gibt es viele Gründe für eine quotale Beteiligung, so kann für einen Abnehmer eine Beteiligung an [...]
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